Erinnerungsorte an den Zweiten Weltkrieg in Deutschland und in Polen
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des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes (DPJW).
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Neue Bremm – Gedenkstätte Gestapo-Gefängnis in Saarbrücken
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Von Anfang 1943 bis Ende 1944 benutzte die Saarbrücker Gestapo wegen der Überfüllung des Gefängnisses ein Barackenlager auf der Neuen Bremm als Polizeigefängnis (siehe Saarbrücker Schloss). Neben Franzosen und Luxemburgern wurden dort auch viele Polen gefangen gehalten. Die Gesamtzahl der Häftlinge ist unbekannt. Geschätzt wird, dass allein im Männerlager durchschnittlich zwischen 400 bis 500 Menschen zusammengepfercht waren. Mindestens 82 Todesfälle sind belegt. Auffällig ist, dass die Mehrheit der Wachmannschaften ältere Bürger des Saarlandes waren, die vom Arbeitsamt als Hilfskräfte an die Gestapo vermittelt worden waren. Selbst zwei Hausfrauen waren als Wachpersonal eingesetzt. Das hieß aber in der Regel nicht, dass sie sich den Häftlingen gegenüber menschlicher verhielten als Gestapo-Beamte.
Christoph Kreutzmüller
1947 wurde von einem Komitee französischer Häftlinge und den französischen Besatzungsbehörden ein Mahnmal errichtet, das an den militärischen Sieg Frankreichs und den Heroismus des Widerstandes, nicht aber an das Leid der Opfer und die Brutalität der Täter erinnert. Diese Lücke wurde 1990 durch eine kleine Ausstellung geschlossen. 1999 entschied man sich, die Fundamente der Baracken auszugraben, um einen Rest des Lagers wieder sichtbar zu machen.
Christoph Kreutzmüller
Neue Bremm – Gedenkstätte Gestapo-Gefängnis in Saarbrücken
Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm
Alstinger Weg / Metzer Straße / Zinzinger Straße 66117 Saarbrücken
http://www.saarbruecken.de/kultur/stadtgeschichte/gedenkstaette_gestapo_lager_neue_bremm
Die Gedenkstätte ist ganztägig geöffnet.
Der Besuch ist kostenlos.